"Faktencheck Feinstaub"

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October
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Nach Angaben des Umweltbundesamtes wurden die Feinstaubtagesgrenzwerte 2015 zu 99% eingehalten. Dabei hat der Straßenverkehr lediglich einen Anteil von 14%. Im Vergleich dazu entstehen in Landwirtschaft 23%, Industrie 16% und Energie 14% des gesamten Feinstaubaufkommes. In der Landwirtschaft wird beispielsweise Feinstaub durch Ammoniak produziert, welches in Gülle enthalten ist und in Kontakt mit der Atmosphäre zu Feinstaub reagieren kann. Es existieren somit viele Feinstaubquellen und nur ein kleiner Teil kann auf die Verbrennungsprozesse von Dieselmotoren zurückgeführt werden.

Der PKW Verkehr ist nur für 5-8 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft verantwortlich, wovon die Abgase 2-4 Mikrogramm beitragen. Der Rest entfällt auf Reifen- und Bremsabrieb bzw. verkehrsbedingte Aufwirbelungen. Durch Partikelfilter kann nach einer Studie des Karlsruher Instituts für Technologie sogar erreicht werden, dass die direkt gefilterten Abgase weniger Feinstaub beinhalten als die Umgebungsluft.

Zur Einschätzung der Messgröße, allein 40 Mikrogramm Feinstaub pro Kubikmeter Luft lässt sich auf sonnenbedingte Zirkulationsprozesse zurückführen. Die Sonne erwärmt den Boden, warme Luft steigt auf, kühlt dann wieder ab und sinkt zu Boden. Bei diesem Umwälzungsprozess entsteht der Feinstaub.

Durch das Abbrennen von Kerzen oder Raucherstäbchen entstehen mehrere 100 Mikrogramm Feinstaub pro Kubikmeter Luft.

Das Silvesterfeuerwerk produziert jedes Jahr 4000 Tonnen Feinstaub. Dies entspricht etwa 15% des Feinstaubausstoßes von PKWs und LKWs in einem ganzen Jahr.  

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